Die Landschaft von der Natur begünstigt
Der großen Öffentlichkeit wurde es - koordiniert vom Geologischen Dienst NRW - am deutschlandweiten "Tag des Geotops" im September 2006 vorgestellt. Der Heimatverein weihte hierzu eine Info-Tafel an der Paschquelle in der Öko-Zelle ein (Text unter "Noch mehr Informationen", Nr. 15). Um noch weiter auf den Quellenreichtum aufmerksam zu machen, stellte er u. a. im Juli 2011 an den beiden Quellen am alten Sportplatz einen Findling auf mit der Inschrift "Weidenquellen".
Nicht zuletzt wegen dieses Wasserreichtums und der dadurch bedingten Feuchtgebiete wurde 1997 das Naturschutzgebiet "Uelzener Heide/Mühlhauser Mark" festgesetzt, das mit knapp 200 Hektar das größte im Kreis Unna ist. Der in NRW stark gefährdete Laubfrosch hat dort seine größte Population im Kreis Unna; es ist eines der großen Vorkommen von ganz NRW (2004 etwa 550 rufende Männchen). Auch die Erdkröte weist hier, vor allem dank der über 20-jährigen Aktivitäten der "Krötenschutzgruppe" der Volkshochschule Unna, erhebliche Bestandszahlen auf: 1995 wurden am stillgelegten Bahndamm in Nordlünern 7.224 Exemplare gezählt! Dank der vielen neu angelegten Kleingewässer sind inzwischen in Mühlhausen 28 Libellenarten zu beobachten. Der seltene Kammmolch ist häufig anzutreffen. Hier befindet sich der größte Schilfbestand im Kreis Unna und das größte Vorkommen der essbaren Brunnenkresse (Nasturtium sterile) von ganz Westfalen. Sieben alte Bäume unterschiedlicher Art stehen als Naturdenkmale unter besonderem Schutz, die meisten im Bereich des ehemaligen Rittergutes Haus Heyde im Nordwesten von Uelzen. Südlich von Haus Heyde wachsen 21 alte Exemplare der seltenen Echten Schwarz-Pappeln, von denen 2006 in ganz NRW nur etwa 600 bekannt waren. Der Heimatverein hat noch einige hinzugepflanzt. In der weitgehend baumlosen Fläche beiderseits des Hellwegs lassen sich mit etwas Glück noch zwei Vogelarten beobachten, die in Deutschland, ja selbst in der Welt inzwischen zu den seltenen gehören: die Wiesenweihe und der Rotmilan, Vogel des Jahres 2000. Die gefährdete Fledermaus ist mit acht Arten vertreten.
Die ehemaligen Steinbrüche dort - schon Anfang des 20. Jahrhunderts waren sie nicht mehr in Betrieb - bilden heute seltene geologische Schaufenster in die Kreide-Zeit vor 90 Millionen Jahren. In ihnen lassen sich noch interessante Versteinerungen finden, vor allem die Muschel Inoceramus lamarcki. Unna beteiligte sich mit den Steinbrüchen im Bimbergtal und Kessebürener Bachtal am "Tag des Geotops" 2007. Das landesweit aufgehängte Plakat des Geologischen Dienstes NRW zeigte auch ein Foto von den "Steinbrüchen in Mühlhausen". Der Heimatverein stellte bei dem Steinbruch auf der Westseite des Weges durch das Bimbertal eine vom Geologischen Dienst NRW konzipierte Info-Tafel auf. Beim "Tag des Geotops" 2009 gehörten die Steinbrüche im Bimbergtal erneut zu einem der 23 Geotope, die in NRW der Öffentlichkeit präsentiert wurden. |
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Steinbruch im Bimbergtal (auf der Westseite des Weges). (Foto: Josef Cornelissen - DVD 2.3.10) |
Versteinerungen und alte Bohrlöcher. (Foto: Gertrudis Mühlhaus - DVD 2.3.16) |